Category Archives: Artikel

Protest gegen Flüchtlingsunterkunft im Eichsfeld

dsc-026951-590x250Das beschauliche Heilbad Heiligenstadt in Thüringen: Nach Informationen von Association Progrès haben hier am Mittwoch, 19. August, etwa 80 Menschen gegen die Umnutzung einer Förderschule zu einer Flüchtlingsunterkunft demonstriert.

Nur eine knappe halbe Stunde dauert die Fahrt von Göttingen ins thüringische Heilbad Heiligenstadt. Und während sich in der linken Universitätsstadt alle Augen auf das Niedersächsische Erstaufnahmelager Friedland richten, könnte sich in dem 23 Kilometer südöstlich liegenden Kurort etwas zusammenbrauen, ähnlich der Zustände in Freital, Häslich und anderswo in Ostdeutschland.
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Braunes Meeting im Südharz

 

Meinolf Schönborns Neonazi-Zeitschrift „Recht & bnr6_logoWahrheit“  lädt erneut zu einem „Lesertreffen“ in den Südharz ein. Es ist mittlerweile die achte Veranstaltung dieser Art.

Erneut trifft man sich im Ferienhotel Hufhaus-Harzhöhe in Harztor-Ilfeld. Vom 25. bis zum 27. September 2015 stehen diverse Referate sowie ein „Kameradschaftsabend“ mit „Liedermacher ,Brusi’“ auf dem Programm.
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Verbindungen von Mario Messerschmidt zu Combat-18-Nazis

Wie die Autonome Antifa Freiburg bereits am 28.07.2015 berichtete, plante der Kasseler Naonazi Michel Friedrich einen Waffendeal.
https://linksunten.indymedia.org/de/node/149533
Aus dem Artikel geht hervor, dass Friedrich als Teil der „Oidoxie Streetfighting Crew“ als Security für ein Rechtsrockkonzert am 18.03.2006 in Kassel für die Sicherheit verantwortlich gewesen sei. Auch Messerschmidt sei eine zeitlang bei der der Dortmunder Rechtsrockband „Oidoxie“ nahestehenden Streetfighting-Crew aktiv gewesen.
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Northeimer Neo-Nazi als Ordner bei Neo-Naziaufmarsch

Nur 201 Neo-Nazis am 1.08.2015 in Bad Nenndorf

Nur 201 Neo-Nazis am 1.08.2015 in Bad Nenndorf

Am 01.08.2015 fand der Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf statt. Im 10. Jahr stagnierte die Zahl der Teilnehmer_innen mit gerade einmal 201 Neonazis. Im vergangenen Jahr folgten noch etliche Neonazis aus der Region Südniedersachsen dem Aufruf des sog. Gedenkbündnisses. Dieses Jahr reichte es noch nicht einmal für einen eigenen Block mit Transparent.
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Korporierte Gewalt in Göttingen am Beispiel von Jan Philipp Jaenecke

In den letzten Monaten hat das Gewaltpotential der korporierten Szene in Göttingen zugenommen. Als prägnantestes Beispiel ist neben den Softairgewehrschüssen aus der Burschenschaft Germania in ein linken Studentenwohnheim sicherlich das Auftreten des Landsmannschafters Jan Philipp Jaenecke zu nennen.

Jan Philipp JaeneckeDer BWL-Student und Mitglied der Landsmannschaft Verdensia fällt seit dem Wintersemester 2014/15 regelmäßig auf. Zunächst bedrohte er mehrmals Mitglieder des Fachschaftsrats (FSR) Sozialwissenschaften. Er verschaffte sich Zutritt zu den Räumlichkeiten und bedrängte, nicht nur verbal, wiederholt Mitglieder des FSR. Dabei zeterte Jaenecke ohne erkennbaren Zusammenhang über angeblichen „Gender-Wahnsinn“, das „linke Pack“ und betrauerte das Ende der neonazistischen Trauermärsche zur alliierten Bombardierung Dresdens. Ferner fotografierte er ein Mitglied ab und teilte ein weiteres Mal mit, er werde sich eines Mitglieds „Gesicht schon merken“ und die betroffene Person „werde schon sehen“. Nach insgesamt vier Vorfällen, bei welchen zumindest einmal auch ein Fuchs der Landsmannschaft Verdensia beteiligt war, veröffentlichte der FSR Sozialwissenschaften die Vorfälle am 14. Januar 2015. Seitdem blieb Jaenecke trotz seiner großspurigen Drohungen den Räumlichkeiten des Fachschaftsrates fern. Continue reading

Veranstaltung „Rechte Entwicklungen in Universitäten sowie dem universitären Umfeld“ am 02.07.2015

Screenshot Jan Philipp Jaenecke und die Identitäre Bewegung

Screenshot Jan Philipp Jaenecke und die Identitäre Bewegung

Am 02.07.2015 fand im zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen ein Vortrag des Fachschaftsrats Sozialwissenschaften zu rechten Entwicklungen in Universitäten und dem universitären Umfeld statt.

Bereits im Vorfeld wurde deutlich, dass sich viele Studierende aus dem Verbindungsstudentenumfeld allein von der Veranstaltungsbeschreibung auf Facebook provoziert fühlten, da der Vortrag versprach, auf die Geschichte der Burschenschaften an sich, aber auch über „lokale extrem rechte Erscheinungen im strukturell konservativen Verbindungswesen“ zu berichten. So ließ ein Blick auf die offen einzusehende „Zusagen“-Liste erkennen, dass der Vortrag ein Stell-dich-ein der Göttinger Verbindungs- und Korporiertenszene werden würde.
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Chronik Göttingen und Umgebung 1. Halbjahr 2015

10.05.2015: Rechtsrock und Hitlergruß in der Groner-Landstraße 9a

10.05.2015: Rechtsrock und Hitlergruß in der Groner-Landstraße 9a

05.01.2015, Kassel
Aus der Region nehmen an der Demonstration des Pegida ablegers Kagida der Kreisvorsitzender der AfD-Göttingen Jens Kaup (Hann. Münden) sowie die HoGeSa-Aktivistin Alexandra Gotschlich aus Rosdorf teil.

17./18.01.2015, Adelebsen
Der Anmelder des für den 28.02. geplanten Naziaufmarsch in Güntersen, Mario Messerschmidt, erhält eine Verbotsverfügung des Landkreises. In verschiedenen Kommentarspalten legt Messerschmidt offen, dass er über kein Geld für einen Rechtsbeistand verfügt.

10./11.01.2015, Bottrop
Der Göttinger Burschenschafter Lars Steinke nimmt am 3. Bundeskongress der Jungen Alternative Niedersachsen teil.


19.01.2015, Northeim

An der Kundgebung „Gemeinsam gegen Rassismus und Ausgrenzung“ auf dem Münster beteiligten sich über 300 Menschen. Unter ihnen Neo-Nazis wie Fabian Zufall, Pascal Zintarra und Ruben Issmer und etwa 15 rechte Jugendliche aus Northeim, die sich bemerkt, aber ungestört in der Bündniskundgebung bewegten.

21.01.2015, Göttingen
Gegen 23.35 Uhr laufen drei stark alkoholisierte junge Männer durch die Untere-Masch-Straße und grölen Parolen wie „Sieg Heil“ und „Deutschland den Deutschen“. (GöDru Nr.745 vom 10.04.2015)


20.-22.01.2015, Göttingen

Die „Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen“ tritt an die Öffentlichkeit. An den Zietenterassen wird goßflächig mit Flugblättern geworben. Es folgen mehrere Zeitungsartikel in GT und HNA. Hauptinitiator ist Dr. Frank Schorkopf, Professor mit Lehrstuhl an der Georg-August Universität.


27.01.2015, Göttingen

An der öffentlichen Ratssitzung auf den Zietenterassen nehmen zwei AfD-Anhänger teil. Einer von ihnen ist der ehem. Vorsitzende der AfD-Göttingen Matthias Hans.

29.01.2015, Göttingen
Mit rassistischem Brief an das Göttinger Tageblatt beteiligt sich der Claustaler Professor Harald Richter, der selber auf den Zietenterassen wohnt, an der Diskussion um das geplante Flüchtlingsheim ein. In Leserbriefen und Kommentarspalten vom Tageblatt wie der HNA häufen sich rassistische Äußerungen.

09.02.2015, Kassel
An der Kagida-Demonstration nimmt ein Göttinger AfD-Sympatisant teil.

28.02.2015, Hildesheim/Güntersen
Während hunderte AntifaschistInnen in Güntersen sind, beteiligen sich die beiden Neo-Nazis Pascal Zintarra (Northeim) und Lena Gerke an einer Kundgebung der Partei „Die Rechte“ in Hildesheim.

15.03.2015, Northeim
AfD-Northeim führt den ersten Kreisparteitag durch. Gewählt wurde Maik Schmitz zum Kreisvorsitzenden. Jens Kester wird stellvert. Vorsitzender. Schatzmeister wurde Sebastian Alexander Jörn aus Einbeck. Als Versammlungsleiter fungiert der ehm. Göttinger FDP-Ratsherr Dr. Nobert Ullrich.
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Rechtsrock und Hüpfburg zum „Eichsfeldtag“ in Leinefelde

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Die Rechtsrock Band „Kraftschlag“ am 13.06.2015 in Leinefelde.

Am 13.05.2015 fand der fünfte sog. „Eichsfeldtag“ in Leinefelde statt. Den Kern der Organisatoren des Events bildeten ca. 40 Neo-Nazis aus dem Umfeld der Kameradschaft Eichsfeld/Northeim.
Unter Führung von Thorsten Heise versammelten sich etwa 350 Neo-Nazis zum gemütlichen Familienfest zwischen Rechtsrock und Hüpfburg. Continue reading

Northeimer Zustände

In Bad Nenndorf marschiert 2014 beim von Neonazis organisierten "Trauermarsch" das Umfeld der AG Rhumetal hinter einem "Kameradschaft Northeim"-Transparent. (Bild: Felix M. Steiner)

In Bad Nenndorf marschiert 2014 beim von Neonazis organisierten „Trauermarsch“ das Umfeld der AG Rhumetal hinter einem „Kameradschaft Northeim“-Transparent. (Bild: Felix M. Steiner)

Seit Jahrzehnten ist die Stadt Northeim bekannt für ihr Naziproblem. Auch wenn sie nicht mehr wie noch Ende der Neunziger Jahre die bundesweit größte neonazistische Kameradschaft beherbergt, ist sie weiterhin der Wohnort für einige der bekanntesten Neonazis in Südniedersachsen. Die Aktivitäten von Roland R. und Ruben I. sollen beispielhaft zeigen, dass eine Bereitschaft zur Bekämpfung extrem rechter Strukturen und ihrer Aktivitäten in Northeim nur spärlich vorhanden ist.

Das derzeit aktivste neonazistische Netzwerk der Region ist die sogenannte “AG Rhumetal”. Sie ist ein politischer Zusammenschluss jüngerer Neonazis, welche bereits zuvor unter den Labels “Anti-Antifa Northeim” und “Nationale Sozialisten Northeim” aktiv waren. Die vorherigen Namensgebungen zeigen, wo der organisatorische Schwerpunkt der “AG Rhumetal” zu finden ist: Die knapp 30.000 EinwohnerInnen zählende Stadt, 20 Kilometer nördlich von Göttingen gelegen, ist das Zentrum des Netzwerkes. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die politisch Aktivsten aus dem Umfeld der “AG Rhumetal” in Northeim leben. Erwähnung müssen hierbei vor allem Fabian Z., Pascal Z. und Roland R. finden. Continue reading