Sep 30 2016

Infos über den Neonazi Michel Braun

Der Artikel findet sich auch auf Linksunten Indymedia

Michel Braun ist ein aktiver und bekennender Neonazi. Er wohnt momentan im Juri-Gagarin-Ring 22 (99084 Erfurt). Im August 2015 nahm er an einem Thügida-Aufmarsch in Erfurt teil sowie an einer Kundgebung des Weimarer Neonazi Michel Fischer auf dem Erfurter Anger. Im Oktober 2015 trat er als Ordner beim Thügida-Aufmarsch, in Weimar, in Erscheinung. Auch an einer Thügida-Veranstaltung in Erfurt-Drosselberg nahm er teil und bedrohte Journalist_innen vor Ort. Des Weiteren meldete er im Oktober 2015 einen Aufmarsch mit zwei Zwischenkundgebungen, für bis zu 300 Teilnehmer_innen, ab dem Bahnhofsvorplatz an. In Erscheinung traten letztlich nur Michel Braun und der Berliner Stefan Böhlke.

Am 10. Januar 2016 nahm Braun an einer Kundgebung des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen in Duderstadt teil. Zuletzt trat er im September 2016 bei den Kundgebungen der Partei Die Rechte in Erfurt und anschließend in Weimar in Erscheinung.

Michel Braun arbeitet beim Hausmeisterservice „Dreck-Sauber“ im niedersächsischen Duderstadt, in der Marktstraße 40 (37115 Duderstadt). Zu erreichen ist der Dienstleistungsservice unter der E-mail-Adresse info@dreck-sauber.de sowie unter der Telefonnummer 01522-5345721. Der Dienstleistungsservice ist auf folgender Homepage repräsentiert: https://dreck-sauber.de .

Faschisten demaskieren! Nazis aus der Deckung holen!

Michel Braun

Michel Braun auf der Kundgebung von der Partei Die Rechte in Weimar am 17.September 2016

Michel Braun in Duderstadt am 10. Januar 2016


Feb 18 2016

Wenig Erfolg, zunehmend bedrohlich

Quelle: Monsters of Göttingen

Ein Gastbeitrag über den Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen

Die „nationalen Aktivisten“ des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen wollen zukünftig ihre Strategie ändern. Nachdem in den vergangenen Wochen ihre Kundgebungen immer weniger Zulauf erfuhren, soll es nun jeden Monat eine Demonstration und täglich Aktionen „einzelner Kadergruppen“ geben. Diese Änderung des Vorgehens ist nicht als Zeichen der Stärke zu werten.

Von Rune Wiedener

In Duderstadt nahmen zuletzt nur etwa 35 AktivistInnen an der Kundgebung des Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen teil. Hauptredner Jens Wilke verkündete dort, dass die erste Demonstration, zu der bundesweit mobilisiert werden soll, am 5. März in der Region stattfinden wird. Ein möglicher Demonstrationsort ist Adelebsen. Hier hat Mario M., Neonazi und verurteilter Gewalttäter, eine Bürgerinitiative gegründet und via Facebook für den Frühling angekündigt, „auf der Straße aktiv zu werden“.

Weiterhin erklärte Wilke, dass nun „Stufe 2“ der Aktivitäten eingeläutet werde. Nun würden jeden Tag Aktionen des „Freundeskreises“ erfolgen. Welchen Aktionstyp die extrem rechte Gruppierung wohl favorisiert, zeigte sich kurz vor der eigenen Kundgebung in Duderstadt. Eine Gruppe vermummter Neonazis um Gianluca B. und Malte A., welche sich zuvor mit den anderen „Freundeskreis“-KundgebungsteilnehmerInnen getroffen hatte, stürmte auf die Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts zu. Die Polizei schritt zunächst ein, konzentrierte sich in der Folge jedoch nicht auf dieses zumindest provokativ gemeinte Verhalten. Sie reagierte stattdessen aggressiv auf antifaschistische AktivistInnen, die „Nazis raus“ riefen. Continue reading


Jan 20 2016

Ein Stelldichein der regionalen Extremen Rechten

Quelle: Monsters of Göttingen

von Rune Wiedener

Die Kundgebungen des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ bekommen vermehrt Zulauf aus den neonazistischen Strukturen der Region. All jene, welche mit ihren extrem rechten Mobilisierungsversuchen in den vergangenen Jahren scheiterten, versammeln sich nun sonntäglich in Duderstadt. Doch auch in anderen Orten wird der Versuch unternommen, den – für neonazistische Verhältnisse – relativ großen regionalen Mobilisierungserfolgen des „Freundeskreises“ rund um den Makler Jens Wilke nachzueifern.

Auf den ersten Kundgebungen des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen fanden sich zunächst nur vereinzelt Neonazis ein. Die Protagonisten betonten gleichsam, aus der „Mitte der Gesellschaft“ zu kommen (MoG berichtete). Seit dem 27. Dezember hat sich dies grundlegend geändert. Die vermeintliche Abgrenzung nach rechtsaußen ist seitdem auch praktisch aufgehoben.

Nicht nur aus dem thüringischen Eichsfeld ließen sich NPD-AktivistInnen wie Matthias Fiedler, Rene S., Cornelia P. oder Kevin H. blicken, sondern auch frühere regionale Kader wie Marco Borrmann oder Neonazis aus dem Raum Northeim/Einbeck. Hier sind zum Beispiel Gianluca B., Pascal Z., die Brüder Maurice und Thorben samt ihren Vater Dietrich B. und Janeck B. zu nennen. Neben weiteren altbekannten Figuren wie Mario Messerschmidt, Christian A., Jürgen A. oder Fabian S. war am 10. Januar auch Stephan Pfingsten, nach jahrelanger öffentlicher Abwesenheit, auf der Kundgebung präsent. Dieser war vor allem Anfang der 2000er Jahre maßgeblich für die NPD-Strukturen in Göttingen und Umgebung verantwortlich. Er versuchte mit seinen NPD-Mitstreitern mehrmals, Kundgebungen in Göttingen durchzuführen, was durchweg misslang. Zudem wurden bei Razzien in seiner Wohnung Bombenbaumaterialien und entsprechende Anleitungen gefunden. Continue reading