Jul 26 2017

Bühne für Geschichtsrevisionisten

Quelle: Blick nach Rechts

VON KAI BUDLER

20.07.2017 – Vor 25 Jahren wurde der extrem rechte Verein „Gedächtnisstätte e.V.“ mit Sitz in Vlotho eingetragen. Auch seit seinem Umzug ins thüringische Guthmannshausen 2011 bietet der Verein bei seinen Veranstaltungen Holocaust-Leugnern und Geschichtsfälschern ein Podium.

Was ist eigentlich los in diesem Land?“ fragte Mitte Juli der AfD-Fraktionsvorsitzende im hessischen Heusenstamm, Carsten Härle, und beschwerte sich, dass die „Gedenkstätte Opfer staatlicher Zerstörung“ geworden sei. Härle bezog sich dabei auf eine Pressemitteilung des extrem rechten Vereins „Gedächtnisstätte“, der seit 2011 im Rittergut in Guthmannshausen in Thüringen residiert. Die Immobilie war im Juni dieses Jahres eines von mehreren Zielen von Razzien in Niedersachsen und Thüringen. Bei den Durchsuchungen in 14 Objekten waren Waffen, Munition, Drogen, Propagandamaterial sowie Handys und Computer sichergestellt worden. (bnr.de berichtete) Die Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung richteten sich gegen 13 Personen aus dem Holocaust-Leugner-Netzwerk „Europäische Aktion“. Darunter befand sich auch der langjährig aktive Neonazi Martin G., der Hausmeister des Gebäudes in Guthmannshausen.

Geschichtsrevisionistisches Zentrum im thüringischen Guthmannshausen; Photo: K.B.

Mit der Durchsuchung rücken der Verein und seine Aktivitäten im 25. Jahr seines Bestehens erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Allein der Blick auf einige Referenten im zweiten Halbjahr zeigt: Der Verein „Gedächtnisstätte e.V.“ mit guten Kontakten zu neonazistischen Gruppen ist von großer Bedeutung im Netzwerk der Holocaust-Leugner und Geschichtsrevisionisten. In diesem Netzwerk genießen die Referenten der Vorträge und des Jubiläumsfests großes Ansehen.
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Jun 1 2015

Brandanschlag auf Auto: Täter hinterlassen Graffiti auf Hauswand

HNA 29.05.2015

bnr6_logoEinbeck. Unbekannte verübten in der Nacht auf Freitag einen Brandanschlag auf ein Auto, das am Fahrbahnrand der Hägerstraße in Einbeck geparkt war.

Das Auto brannte trotz des Einsatzes der Feuerwehr völlig aus. Die Polizei beziffert den Schaden auf 5000 Euro.

Laut Polizeibericht hatten die Täter den Wagen mit Brandbeschleunigern an mehreren Stellen angesteckt. Anwohner seien dann gegen 2.20 Uhr durch einen lauten Knall auf den Brand aufmerksam geworden und hatten die Polizei verständigt.

An der naheliegenden Hauswand des Fahrzeugbesitzers stellten die Beamten Farbschmierereien fest. Die aufgesprühten Worte und Symbole deuten laut Polizei auf eine politisch motivierte Tat aus dem linken Spektrum hin.

Nogida-Facebook

Screenshot der „Nogida“ Facebook-Seite vom 31.05.2015