Rassistische Äußerungen und Prügelei auf Parkplatz in Göttingen

bnr6_logoBei einer Schlägerei zwischen zwei 18 Jahre alten Göttingern und zwei angetrunkenen 21 und 35 Jahre alten Männern aus dem Landkreis Northeim sind am Sonntagabend gegen 23.10 Uhr zwei Beteiligte leicht verletzt worden.

Der Auslöser der gegenseitigen Übergriffe auf dem Parkplatz Am Geismartor ist bislang nicht abschließend geklärt, teilt die Polizei weiter mit.

Es sollen zuvor rassistische Äußerungen gefallen sein, deren Wortlaut aber noch unbekannt ist. Das 18-jährige Opfer wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der zweite Verletzte lehnte eine ärztliche Versorgung ab.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung ein. Außerdem wird gegen den 35-Jährigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gegen seinen 21-jährigen Begleiter wegen Beleidigung ermittelt.

Brandanschlag auf Auto: Täter hinterlassen Graffiti auf Hauswand

HNA 29.05.2015

bnr6_logoEinbeck. Unbekannte verübten in der Nacht auf Freitag einen Brandanschlag auf ein Auto, das am Fahrbahnrand der Hägerstraße in Einbeck geparkt war.

Das Auto brannte trotz des Einsatzes der Feuerwehr völlig aus. Die Polizei beziffert den Schaden auf 5000 Euro.

Laut Polizeibericht hatten die Täter den Wagen mit Brandbeschleunigern an mehreren Stellen angesteckt. Anwohner seien dann gegen 2.20 Uhr durch einen lauten Knall auf den Brand aufmerksam geworden und hatten die Polizei verständigt.

An der naheliegenden Hauswand des Fahrzeugbesitzers stellten die Beamten Farbschmierereien fest. Die aufgesprühten Worte und Symbole deuten laut Polizei auf eine politisch motivierte Tat aus dem linken Spektrum hin.

Nogida-Facebook

Screenshot der „Nogida“ Facebook-Seite vom 31.05.2015

Young- und Oldtimer-Treffen von Hardegsen Hardcore

26.05.2015, Göttinger Tageblatt
Young- und Oldtimer-Treffen von Hardegsen Hardcore

bnr6_logoLeder und Chrom treffen auf Plüschteppich-Ausstattung, bis zum Anschlag getunte Autos treffen auf originalgetreu restaurierte Oldtimer. Beim dritten „internationalen Opel und markenoffenen Young- und Oldtimer-Treffen waren am Pfingstsonntag 140 Autos zu sehen, 500 Gäste kamen dazu auf die Burg Hardeg.

Im Mittelpunkt des Geschehens Fahrzeuge aus der „Waffenschmiede Rüsselsheim“ – vom Opel Rekord von 1965 bis zum modernen Corsa. Continue reading

Angriff auf AfD-Sprecherin Frauke Petry

27.05.2015, Göttinger Tageblatt

bnr6_logoDie Sprecherin der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, ist am Mittwoch gegen 16 Uhr in dem Göttinger Restaurant Alibaba in der Oberen Karspüle von mehreren, teilweise vermummten Unbekannten verbal angegriffen worden.

Dabei hätten die Angreifer „linksextreme“ Parolen und Beleidigungen skandiert, heißt es auf Petrys Facebook-Seite. Dass die Unbekannten dabei Farbbeutel geworfen und einen Tisch umgeworfen hätten, wie von Petry weiter behauptet, bestätigt eine Restaurantmitarbeiterin, die den Vorfall miterlebt hat, nicht. Petry sei bei dem Vorfall unverletzt geblieben. Die Unbekannten flohen nach wenigen Augenblicken wieder. Vor dem Restaurant hätten sich nach Angaben der Augenzeugin rund 30 linke Aktivisten versammelt, im Restaurant seien maximal zehn gewesen. Petry habe „gelassen“ reagiert, berichtet die Mitarbeiterin.
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Neonazis sind willkommen, Kritiker*innen nicht

Presseinformation der Grünen Jugend Göttingen vom 25.05.2015
AfD-Veranstaltung in Northeim: Neonazis sind willkommen, Kritiker*innen nicht

AfD Northeim

v.l.n.r.: Maik Schmitz, Sören Hauptstein, Armin Paul Hampel, Hartmut Schmidt, Jens Kästner

Am 22.5. führte die rechtspopulistische “Alternative für Deutschland” eine antifeministische und homophobe Veranstaltung zum “Gender-Plan” in Northeim durch. Mehrere bekannte Neonazis nahmen an der Veranstaltung teil, AfD-Kritiker*innen wurde hingegen unter fadenscheinigen Begründungen der Zutritt zu der öffentlichen Veranstaltung verwehrt.
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Aus dem Amtsgericht: Zuschlagen? „Wenn mich was ärgert, dann ja“

25.03.2015 Göttinger Tageblatt

bnr6_logoEr ist bekennender Neonazi. Der Hitlergruß in Wort und Geste, den er am turbulenten Ende einer promillehaltigen Nacht in aller Öffentlichkeit erstattete, tut ihm keineswegs leid. Selbst für das, was danach geschah, findet er kein Wort der Entschuldigung. Verstockt sitzt er da – mit kahlgeschorenem Kopf und in Tarnjacke.

Sein Opfer: Ein junger Bundeswehrsoldat, mit Freunden am frühen Morgen gerade aus der Tanzbar Tiffany in Northeim gekommen, hat den verbotenen Ruf des Angeklagten gehört: „Heil Hitler!“ „Hey, las das mal sein“, will er ihn aufgefordert haben. Und noch einmal: „Hör auf damit!“ Danach soll der 20-jährige Rechtsradikale noch etwas gepöbelt haben, dann aber bat er scheinheilig um eine Zigarette. Und der Unteroffiziersanwärter schenkte ihm eine, gab ihm sogar Feuer, ehe ihn die Faust des Neonazis im Gesicht traf und ihm dabei die Brille zerschlagen wurde.
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Aus dem Amtsgericht: „Ich bin ein Politikum“

20.03.2015

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Er steht im 80. Lebensjahr und ist haarscharf dem Gefängnis entkommen. Vorerst. Wenn er sich weiter so benimmt, kann sich das ändern. Dann muss er doch noch dort hin, wo ihn das Amtsgericht Einbeck gern gesehen hätte. Das Landgericht Göttingen aber ließ noch einmal Milde walten und hat die Gefängnisstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Gedankt hat der rabiate Rentner dem Gericht das nicht.

Göttingen. „Ich bin verurteilt worden für etwas, was ich nicht verbrochen habe!“, schimpft er und nennt auch den Grund: „Ich bin ein Politikum.“ Wohl eher ein Unikum. Der 79-Jährige tritt auf wie Wander-Waldi: Bestickte Trachtenweste, Krawatte aus Lederbändern, Filzhut voller Anstecker. Distanzlos erzählt er jedem, den er zu fassen kriegt, seine Lebensgeschichte und springt dabei binnen eines Satzes durch mehrere Jahrzehnte.
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ZEIT-Artikel: Junge Alternative: Der rechte Nachwuchs

Antisemitisch und fremdenfeindlich: Die Jugendorganisationen der AfD sind radikaler als die Mutterpartei. Nun sollen sie einen offiziellen Status erhalten.  Anfangs wollte Vanessa* „etwas verändern“, vier Monate später „nur noch raus“. Anfangs, das war November 2013, einer der letzten sonnigen Tage im Jahr. Vanessa ist AfD-Mitglied, weil sie das konservative Familienbild der Partei anspricht. Weil sie Gleichaltrige treffen will, gründet sie mit anderen die Junge Alternative (JA) Sachsen, einen Jugendverband der AfD. Continue reading